Traumberuf Tiermasseur


17 Juli 2017 | Tierisch gemischt
Beruflich etwas mit Tieren zu machen ist der Traum vieler. So entschied sich auch der gelernte Tischler Martin Oswald aus Hohenberg in Niederösterreich für diesen Weg. Seine erste tierische Anstellung fand er bei einer großen Baumarktkette als Zoo-Fachverkäufer und arbeitete sich dort bis zum Marktleiter-Stellvertreter hoch. Nach fast 13 Jahren wollte sich Martin beruflich umorientieren. Durch Freunde kam er auf den ungewöhnlichen Beruf des Tiermasseurs. Dieser Zufall erwies sich als Glückstreffer. Martin gibt grinzoo exklusiv Einblicke in seinen interessanten Arbeitsalltag:
 
Ein typischer Tag im Leben eines Tiermasseurs
Martin arbeitet in seiner eigenen Massagepraxis, kommt aber auch zu den tierischen Kunden nach Hause. Der Arbeitsalltag ist also neben allgemeiner Büroarbeit von viel Kundenkontakt geprägt. „Einen typischen Patienten gibt es nicht. Aber es sind viele ältere Tiere mit Verspannungen und Energieblockaden dabei“, meint der Tiermasseur. Für jedes Tier hat er die entsprechenden passenden Methoden. Die Schulbank zum geprüften Tiermasseur drückte der Tierliebhaber bei der Europäischen Penzel-Akademie. Diese Methode setzt auf eine energetische Schmerz-und Regulationstherapie. Dabei lernte Martin nicht nur Theorie und Praxis zu nicht-invasiven Akupunkturtechniken, sondern auch Praktiken zur Wirbelsäulen- und Gelenkbehandlung sowie der Meridiantherapie. 
 
„Für sehr ängstliche Tiere, welche insbesondere aus Rettungsstationen kommen, eignet sich auch eine dazugehörige Bachblüten-Therapie“, erzählt der Tierexperte. „Der Tierbesitzer darf bzw. soll beim Massagetermin mit anwesend sein“, so der Tiermasseur, denn die gewohnte Stimme beruhigt das Tier. Martin hat auch den Tierbesitzer während der Behandlung im Blick. Das Haustier spiegelt sein Verhalten: „Ist der Besitzer nervös, gestresst und aufgewühlt, ist es auch das Tier. Entspannt er sich aber, entspannt auch das Tier“, klärt uns Martin auf.
 
Kunterbunte tierische Wellness-Kunden
Waren zu Beginn seiner Tätigkeit vermehrt Katzen im Kundenstock, machen nun Hunde die Mehrheit aus. Aber auch Pferde sind regelmäßige Patienten. „Außergewöhnliche Kunden waren bisher ein Stier und ein Vogel, die aber ebenso fachmännisch behandelt wurden“, berichtet Martin. Wann eine Massage für das Haustier sinnvoll ist, liegt im Ermessen des Tierbesitzers. „Niemand kennt sein Haustier so gut, wie sein Besitzer und weiß, ob etwas nicht stimmt“, sagt Martin wissend. Und wer selbst schon einmal bei einem Masseur war, kann sich vorstellen, wie entspannend und befreiend so eine Massage sein kann. Eine Massage durch einen Tiermasseur ersetzt aber niemals einen Tierarztbesuch! Der Tiermasseur arbeitet eng mit Veterinärmedizinern zusammen. So kann er zum Beispiel helfen, nach einer OP den optimalen Genesungsprozess zu unterstützen.
 
Martin hat durch Zufall seinen Traumberuf gefunden und ist sehr glücklich damit. Das größte Lob für die eigene Arbeit ist doch ein „Danke!“ und das bekommt der Tiermasseur durch Zuneigung und Vertrauen der tierischen Kunden geschenkt. „Es ist faszinierend, wie die Tiere auf die Berührungen reagieren und ihr Gefallen ausdrücken, manche stupsen mich sogar als Dankeschön an“, berichtet der Tiermasseur.
 
Wir bedanken uns bei Martin sehr herzlich für die interessanten Einblicke in das Berufsbild des Tiermasseurs.
 
Fotocredit: Martin Oswald

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