Papageien in der Familie


20 November 2017 | Vögel

4 einfache Übungen, um den Papagei richtig in den menschlichen Vogelschwarm zu integrieren

Papageien binden sich meist stark an eine Person, die den Papagei dann auch streicheln und kuscheln darf. Andere Personen hingegen können attackiert und angegriffen werden. Besonders wenn die Papageien in die Geschlechtsreife kommen, kann sich ihr Verhalten drastisch ändern. Die Liebesbeweise sind für die auserkorene Bezugsperson vielleicht eine Ehre, für die anderen kann das aber einen täglichen Kampf bedeuten, der den Familiensegen schief hängen lässt. Mit wenigen Übungen kann dem Papagei verständlich gemacht werden, dass alle Mitglieder des „Vogelschwarms“ gleichwertig sind.

Übung 1 – Papageien-Post

Eine einfache Möglichkeit, dem Papagei aufzuzeigen, dass alle Familienmitglieder gleichwertig sind, ist die „Papageien-Post“. Dabei wird der Papagei von Person zu Person im Kreis weitergegeben und erfährt von jedem Familienmitglied eine positive Interaktion. Egal ob nur ein Leckerli gegeben wird oder der Papagei eine Krauleinheit bekommt, wichtig ist, dass von allen Bezugspersonen etwas Positives kommt.

Übung 2 – Retter vorm Tierarzt

Klar, ein Tierarztbesuch ist nie schön, kann aber zugunsten der Nicht-Bezugsperson ausgenutzt werden. Nämlich dann, wenn der nicht bevorzugte Halter nach einem Tierarztbesuch den Vogel „rettet“, also aus der Tierarztpraxis und wieder in sein Zuhause bringt. Verknüpft mit einem besonders schmackhaften Leckerli kann das Ansehen der ungeliebten Person steigen.

Übung 3 – Kein Auslachen bei Attacken durch den Papagei

Unter keinen Umständen sollte gelacht werden, wenn ein Papagei einen anderen Menschen beißt und/oder attackiert. Besser ist es, jedenfalls mit einem „Nein“ und Abwenden zu reagieren. Obwohl es witzig aussieht, wenn ein kleiner Vogel einen Menschen jagt ist Lachen ein starker positiver Verstärker -  auch für Papageien.

Übung 4 – Kontaktrufe im Vogelschwarm, auch zum Menschen

Kontaktrufe sind unter Papageienartigen ein natürliches Verhalten. Sie ermöglichen die Kommunikation mit Artgenossen, auch wenn kein Sichtkontakt besteht. Diese Rufe können auch in Bezug auf den Besitzer vorkommen, aber auch das Läuten von Telefonen oder Piepsen von Geräten kann ebenso von dem Papagei beantwortet werden. Hier sollte der Papageienhalter aufpassen, dass er nicht auf unerwünschte Laute reagiert.

Insbesondere bei Jungvögeln können unbeantwortete Kontaktrufe Angst verursachen. Deshalb sollte das menschliche Mitglied des Vogelschwarms genauso eine Antwort darauf geben. Viele Menschen machen das auch bereits, vollkommen unbewusst.

Hast auch du Papageien in deiner Familie? Wie habt ihr „Familienprobleme“ mit euren gefiederten Familienmitgliedern gelöst? Melde dich doch einfach bei uns für ein kurzes Interview unter redaktion@grinzoo.com und gib anderen Papageienhaltern gute Tipps und Ratschläge für ein besseres Miteinander.

Mehr zur artgerechten Haltung von Papageien HIER 

Literatur:

Simone-Freilicher E & Rupley AE (2015): Juvenile Psittacine Environmental Enrichment, Veterinary Clinics of North America Exotic Animal Practice 18(2):213-231

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