Nie wieder eine Katze!


24 Juli 2017 | Katze
Wenn Haustiere sterben sagen sich viele Tierbesitzer, dass sie niemals mehr ein neues Tier anschaffen möchten. Zu groß ist die Trauer um die kleinen Persönlichkeiten und einfach Ersetzen ist keine Option. Genauso fühlte sich auch „die Katzenmutter aus Leidenschaft“ Waltraud B. aus Oberösterreich, wie sie sich selbst in ihrem herzzerreißenden Mail an uns grinzoos im Rahmen des Tierstory-Gewinnspieles nannte. Sie berührte mit ihrem Text unsere Herzen so stark, dass wir euch ihre Tierstory nicht vorenthalten möchten.
 
Die Geschichte von Waltraud beginnt, wie vermutet eher traurig: „Mein über alles geliebter Kater Amigo, ein Colourpoint Mischling verstarb im Juni 2016 ganz plötzlich im jungen Alter von acht Jahren. Als ich den leblosen Körper von Amigo fand, erfüllte mich eine unbeschreibliche Traurigkeit“, berichtet sie in ihrer Tierstory. „Nie wieder in meinem Leben möchte ich eine Katze besitzen!“, entschied die bedrückte Katzenmama.
 
Mit dem Tod von tierischen Gefährten umzugehen ist für viele Menschen ähnlich schlimm, als ob ein menschliches Familienmitglied stirbt. Dies ist kein Wunder, denn Tierbesitzer haben heutzutage eine sehr enge Beziehung zu ihren Haustieren, es ist im Tagesablauf voll integriert und jeder Tag wird gemeinsam, Seite an Seite, gelebt. Stirbt ein Tier, wirft dies den Tierhalter oftmals aus der Bahn. Der Versuch, nicht über das Tier zu sprechen oder an es zu denken ist ein natürlicher Abwehrmechanismus. Im weiteren Verlauf der Trauerarbeit muss der Tierbesitzer die Trauerphase akzeptieren und bewusst den Schmerz und die Trauer zulassen. Mit der Zeit beginnt der Tierbesitzer sich in der Umgebung, wo das verstorbene tierische Familienmitglied lebte, wieder wohl zu fühlen. Gefühle nicht zuzulassen und sofort ein neues Haustier anzuschaffen ist der falsche Weg. 
 
So entschied sich also auch Waltraud anfangs dagegen. Nach gut fünf Monaten der Trauer startete Waltrauds Sohn den Versuch, eine neue Katze für seine Mutter zu suchen. Anfangs wehrte sich Waltraud sofort gegen diesen Gedanken und wollte die Tieranzeigen nicht einmal ansehen. Dann waren da aber plötzlich diese beiden süßen Vergabekatzen und um Waltraud war es geschehen. Bereits am nächsten Tag holte die Katzenmama aus Leidenschaft die neuen vierbeinigen Hausgenossen ab. „Prinzessin“ ist eine junge Katzendame und „Dicker Bua“ ein älterer Norwegische Waldkatze-Kartäuser-Mischling. Liebevoll beschreibt sie Prinzessin als temperamentvolles, verspieltes, verrücktes, aber auch verschmustes Energiebündel, das nicht miaut, sondern wie ein kleines Geißlein meckert. „Dicker Bua“ ist eine Schmusebacke und fordert seine Streicheleinheiten auch demonstrativ mithilfe seiner Pfoten und Krallen ein, ohne mich dabei aber irgendwie zu verletzen“, informiert sie. Wer könnte bei so einer liebevollen Aufforderung auch nein sagen!? „Nach über fünf Monaten der Trauer bin ich wieder eine leidenschaftliche und glückliche Katzenmutter, aber Amigo werde ich niemals vergessen“, endet Waltraud ihre Tierstory. 
 
Der Tod ist immer etwas sehr trauriges und Persönliches. Waltraud war nach ihrer Trauerphase wieder bereit für neue Samtpfoten. Egal wie schmerzhaft der Tod eines geliebten Haustieres auch sein mag, der Gedanke irgendwann wieder ein neues Haustier anzuschaffen ist nicht hinterlistig, solange man das Verstorbene im Herzen trägt.
 
grinzoo dankt Waltraud für die Einblicke in ihre Gefühlswelt und wünscht ihr und ihren beiden Katzen „Prinzessin“ und „Dicker Bua“ Alles Gute.
 
Fotocredit:
Waltraud B. 
Pixabay 

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