Nagetiere als Heimtiere


26 März 2018 | Nagetiere

Was es heißt ein kleines Beutetier in der Obhut von Menschen zu sein!

Auch wenn deine Nagetierart schon jahrelang in Menschenobhut gehalten wird, hat es dennoch seine Instinkte behalten. Wetter, Bodenverhältnisse, Unterschlupfmöglichkeiten, Raubtiere und die vorhandenen Nahrungsquellen der wilden Vorfahren haben ihren Teil dazu beigetragen, wie dein Haustier heute tickt. Durch gezielte Zucht sind unsere Haustiere weniger scheu. Außerdem bekamen sie andere Farben und Körperausprägungen, wie zum Beispiel Schlappohren. Das Erscheinungsbild und das Verhalten der Nager hat sich so etwas an die Wünsche von uns Menschen angepasst.

Weltanschauung aus tierischer Perspektive

Viele Nagetiere besitzen eine Größe von nur wenigen Zentimetern. Meerschweinchen und Ratten können auf ihren Zehenspitzen eine Maximalgröße von 30 bis 33 cm erreichen und Goldhamster etwa 16 cm.  Das bedeutet, dass ihre Perspektive auf die Welt eine ganz andere ist als unsere. Diese andere Ansicht auf die Welt sollte in der Pflege und Haltung beachtet werden.

Außerdem wurden unsere Heimtiere einst in freier Wildbahn von Vögeln aus der Luft gejagt, aber auch am Boden waren sie vor diesen nicht sicher. Dort warteten außerdem auch noch Säugetiere und Reptilien auf sie.

Auch wenn du weißt, dass deine Nagetiere in deinen eigenen vier Wänden sicher vor Raubtieren sind, sind es dennoch ängstliche Beutetiere geblieben. Damit kannst auch du als Mensch in gewissen Situationen furchteinflößend sein.

Die Welt versuchen aus der Sicht der Nagetiere zu sehen!

Es ist deshalb wichtig, dass du versuchst, dich in dein Haustier als Beutetier hineinzuversetzen. Unsere Intentionen sind irrelevant. Aus der Sicht der Tiere sind möglicherweise schon schnell bewegende Hände oder ein schallendes Lachen Grund für große Angst.

Wenn Nagetiere eine potenzielle Gefahr entdecken, fallen sie in eine Starre, um gut getarnt in der Umgebung zu verschwinden. So versuchen sie keine weitere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denn Raubtiere sind während der Jagd auf Bewegungen fixiert.

Kommt die Gefahr immer näher, beginnt beim Nagetier ein Fluchtreflex. Dabei versucht es im Idealfall einen sicheren Platz zum Verstecken zu erreichen. Wenn das Nagetier gefangen wird, versucht es sich zu wehren und kämpft mit Zähnen und Krallen um Leben und Tod.

Totstellreflex im äußersten Notfall

Die zweite Strategie, wenn der Kampf aussichtslos erscheint, ist die Schreckstarre – der Nager stellt sich tot. Dabei versucht es wieder das Interesse von den bewegungsfixierten Raubtieren abzuwenden. Auch durch plötzliches auf den Rücken legen kann diese Schreckstarre ausgelöst werden. Dass dabei das Tier extrem gestresst ist, sollte klar sein – leider wird dies oft missverstanden. Wenn dein Nager also scheinbar sehr entspannt eine Dusche genießt, kann es in Wirklichkeit in Todesangst sein.

Du solltest dir also beim Handzahm machen deines tierischen Mitbewohners viel Zeit lassen, damit es diese Situationen als etwas Positives wahrnimmt und nicht in diese vorgenannte Schreckstarre fällt.

Wie hast du deine Nager handzahm bekommen? Teile deine Erfahrungen doch mit anderen Nager-Fans in der grinzoo – my social pet app. Jetzt im Google Play  oder im App Store downloaden! 

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