Mit Erfolg zum Mensch-Katzen Team


02 Oktober 2017 | Katze

Wie der frischgebackene Katzenbesitzer seine Traumkatze bekommt

Die ideale Katze ist verträglich, umgänglich, neugierig und passt sich an jede neue Gegebenheit problemlos an. Vor allem Wohnungskatzen sollten außerdem noch stubenrein, verschmust und verspielt sein. Diese Traumkatzen ziehen meist nicht sofort ein. Mensch und Katze müssen sich aufeinander einstellen und „zusammenwachsen“. Unrealistische Vorstellungen und ungewünschte Verhaltensweisen des neuen samtpfötigen Familienmitgliedes können den Neu-Katzenbesitzer schnell frustrieren. Das kann einerseits die Mensch-Katze Beziehung negativ beeinflussen, aber auch dazu führen, dass das Tier ins Tierheim abgeschoben oder gar ausgesetzt wird. Besonders die Anfangszeit ist äußerst wichtig und wegweisend für die Entwicklung des Zusammenlebens. Vor allem jüngere Katzen unter 1 Jahr haben ein erhöhtes Risiko, ihr Zuhause wieder zu verlieren.

Was Katzen wollen vs. was Katzenbesitzer wollen

Es ist also für den frischgebackenen Katzenbesitzer für ein harmonisches Miteinander wichtig, sich bewusst zu machen, was seine Katze braucht und was er bereit ist, seiner Katze zu bieten.

Junge Katzen sind besonders ungestüm. Sie sind nicht 100% stubenrein, nachts aktiv, miauen exzessiv und wollen alles entdecken. Natürliche Lieblingsbeschäftigungen von Kätzchen sind Mobiliar zu zerkratzen, auf Regale oder Sofas zu springen und am Vorhang zu hängen.  Für Katzen sind das ganz normale Dinge, die aber von Menschen teilweise als Problemverhalten angesehen werden können. Solch ein für uns Menschen ausgeartetes natürliches Verhalten kann sich dann in Zerstörungswut, Spielaggression, Aggressivität gegenüber Menschen, Stubenunreinheit und andere Verhaltensauffälligkeiten äußern. Das Verhalten der Katze und die Beziehung zwischen Mensch und Katze hängen von vielen Variablen ab. Damit so etwas nicht passiert, braucht der frischgebackene Katzenbesitzer ein Basiswissen über Katzen und einen Plan, wie er sich wann am besten der Katze gegenüber verhält.

Menschen erziehen Katzen oder umgekehrt?

Katzen zu erziehen bedeutet ihnen einen Katzen-typischen Lebensstil in einem für uns Menschen erträglichen Rahmen zu ermöglichen, wo ein harmonisches Miteinander von Tier und Mensch möglich ist:

  • Dreidimensionaler Lebensraum mit erhöhten Plätzen für die Katze

Katzenexperten empfehlen, Katzen einen katzengerecht gestalteten 3-dimensionalen Raum zur Verfügung zu stellen, damit sich die Kätzchen wohl fühlen können. Erhöhte Liege- und Sitzplätze sorgen für Sicherheit und Übersicht. Kratzbäume mit verschiedenen Ebenen können in der Wohnung dazu eine perfekte kreative Lösung sein, um ihnen ihre natürlichen Bedürfnisse nach Klettern, Krallen schärfen und Ausruhen in einer geschützten Umgebung zu ermöglichen.

Ungewünschte Zerstörungswut von Einrichtungsgegenständen kann also leicht vermieden werden, indem genügend Gegenstände für die Katze vorhanden sind.

grinzoo-Tipp: Auch der Standort dieser Einrichtungsgegenstände für die Katze ist wichtig – prominent im Raum oder nahe des beliebten Ruhebereiches der Katze werden diese besser angenommen.

  • Feste Plätze für Katzentoiletten und Futter

Die Katzentoilette wird am besten in einer ruhigen, privaten Ecke platziert. Feines, sandartiges Katzenstreu wird oft bevorzugt. Die Fütterung sollte mehrmals am Tag geschehen sowie ständig frisches Wasser und Gras angeboten werden.

grinzoo-Tipp: Futter und Wasser steht am besten weit vom Toilettenbereich entfernt und in Mehrkatzen-Haushalten sollte alles auch in mehrfacher Ausführung vorhanden sein, um Reibereien zu vermeiden.

  • Katzenverhalten von klein auf bestärken und formen

Katzen sollten schon von klein auf alles kennen lernen, was sie in Zukunft benötigen. Eine frühe Sozialisierung und viele positive Erlebnisse lassen die Katze außerdem stressresistenter werden. Am besten ist es, dass Kätzchen die Welt selbständig erkunden zu lassen. Erwünschtes Verhalten kann positiv bestärkt werden (z.B. durch Loben, Streicheln und Leckerli). Falls das Kätzchen doch einmal Angst bekommt, sollte ihm aber immer die Möglichkeit geboten werden, sich zurückzuziehen.

grinzoo-Tipp: Gewöhne deine Katze unbedingt graduell an neue Gegenstände/Erlebnisse, also langsam Schritt für Schritt. Zu viel zu schnell kann zu einer unbeabsichtigten Sensibilisierung und einer Angstreaktion führen.

  • Streicheln und Spielen

Körperlicher Kontakt und Umgang mit dem Kätzchen sollten täglich stattfinden, wobei sie aber nicht zwangsbeglückt werden dürfen. In welcher Situation eine Katze gestreichelt wird, sollte genau überlegt werden. Wenn es gewünscht ist, dass die Mietze aufs Sofa kommt und sich zu einem kuschelt, sollte das immer erlaubt sein und nicht heute so und morgen so.

Wechselnde Spielgegenstände (wie Spielangeln oder Bällchen und Glöckchen) halten die Katze bei Laune und geben ihr Möglichkeit zum Jagen und Spielen.

grinzoo-Tipp: Das Anbieten von den eigenen Händen und Füssen zum Spielen sollte von klein auf vermieden werden, da sonst schnell ungewünschte Verhaltensweisen, wie Spielaggression, entstehen können. Das Spielverhalten der Katze besser auf geeignete Gegenstände, wie Spielzeug und Kratzbaum umleiten.

Katzentraining: Exzessives Miauen und andere Untugenden vermeiden

Katzen sollten immer in einer positiven Bestärkungskette erzogen werden und zu nichts gezwungen oder in irgendeiner Form bestraft werden.

Das viele Miauen ist für manche Katzenbesitzer sehr nervig, andere wiederum finden es schön und fühlen sich gebraucht. Wie viel Katzen ihre Besitzer an miauen hängt von der Reaktion des jeweiligen Menschen ab. Ignoriert der Mensch das Miauen, wird es weniger, reagiert er darauf in irgendeiner Weise (womöglich sogar mit Futter), wird es mehr und ist dann schwer wieder abzugewöhnen. Wer keinen Plan hat, kann also schnell ein Verhalten unabsichtlich loben und verstärken, das ihn eigentlich stört.

grinzoo-Tipps: Immer gut überlegen, ob du ungewünschtes Verhalten nicht doch unbewusst förderst. Der Fehler liegt nahezu immer im Menschenverhalten!

Die Simulation von Tierarztkontrollen, inklusive das Angreifen von allen Körperteilen, wie Pfoten, Maul, Ohren und Schwanz können neben der Gewöhnung an eine Transportbox und Bürsten das Zusammenleben mit dem samtpfötigen Familienmitglied enorm erleichtern.

Bei richtigem Umgang mit der Katze und realistischen Vorstellungen ist das Zusammenleben mit einer Katze also nicht so klischeebehaftet, wie oft beschrieben. Sie sind nicht eigenwillig, zerstören deine Möbel oder wecken dich um 5 Uhr morgens, weil sie hungrig sind. Lernen die Neu-Katzenbesitzer mit ihrer Katze richtig zu kommunizieren und erfüllen ihre natürlichen Bedürfnisse, ist der Partner Katze ein Traum.

Welche Erfahrungen bzw. Fehler hast du gemacht, als deine erste Katze eingezogen ist? Melde dich doch bei uns für ein kurzes Interview und werde Teil unserer Tierstorys! Mehr dazu hier!

TEILE DIESE STORY MIT DEINEN TIERFREUNDEN

Facebook   Mail

Blog Anmeldung

Hier eintragen und die neueste Tierstory lesen.

Bitte fülle alle Pflichtfelder aus!

Dein Kommentar

Bitte alle Pflichtfelder ausfüllen!

Bitte bestätige Deine Identität!

Damit Sie unsere Webseite optimal erleben können, verwendet diese Webseite Cookies. Durch klicken auf "OK" stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Verwendung von Cookies
OK