Katze paolito frisst sich gesund!


06 November 2017 | Katze

Die Qual der Wahl beim Katzenfutter: Geschmackssache?

Um die Wahl, welches Futter für das Haustier am besten ist, entfacht meist eine schier unendliche Diskussion. Die Meinungen, welches Futter gesund oder ungeeignet ist, gehen weit auseinander. Tierbesitzer lassen sich durch andere Tierbesitzer aber auch durch Empfehlungen von Tierärzten und Werbebotschaften von Futtermittelerzeugern beeinflussen. Carmen von Paolito (LINK https://www.paolito.com), die für zwei Katzen Dosenöffnerin ist, hat die grinzoo-Redaktion aufgeklärt, wieso sie anstatt Trockenfutter nur mehr hochwertiges Nassfutter füttert.

 

Plötzliche Krankheit von Katze Paolito ließ Carmen am Trockenfutter zweifeln

„Schon seit langem mache ich mir viele Gedanken rund um die Ernährung meiner Katzen, ich kaufte das teuerste Trockenfutter von einer vermeintlich bekannten und hochwertigen Marke in der Meinung, meinen Tigern etwas Gutes zu tun. Ein Mitgrund, wieso das Trockenfutter in den Napf kam war, weil es nicht riecht, nicht so schnell verdirbt und damit einfach praktisch war“, gibt Carmen zu. Vor knapp 3 Jahren entdeckte die Katzenbesitzerin plötzlich Blut im Harn ihrer Kartäuserkatze Paolito. Nach einigen Untersuchungen und Behandlungen stellte sich heraus, dass Paolito Blasensteine und Nierenprobleme hatte. Die Ursache der Erkrankung war futterbedingt und entstand durch die langjährige Fütterung von ungeeigneter Katzennahrung: „Durch das Trockenfutter wurde das Milieu in der Blase zu sauer. Um nachhaltig eine Verbesserung zu erzielen, muss die Nahrung umgestellt, für ausreichend Bewegung der Katze gesorgt und ein möglichst stressfreies Umfeld geboten werden“, erfuhr die Katzenbesitzerin von ihrem Tierarzt.

Wissen über Ernährung und eigene Einstellung zu Essen beeinflusst Tierfutterwahl

Die Erkrankung ihrer Katze hat Carmen dazu veranlasst, die Fütterung ihrer Samtpfoten genau unter die Lupe zu nehmen. Sie fand heraus, dass die vom Tierarzt empfohlene Diätnahrung eher kontraproduktiv war: „Die vielen pflanzlichen Bestandteile in den Diät-Produkten machen den Urin alkalischer, das heißt sie säuern ihn an und fördern Oxalatsteine in der Blase. Ich habe mich schlau gemacht, welche hochwertige Nassnahrung es bereits im Handel gibt. Dabei habe ich alle Etiketten und darüber hinaus Herstellerinfos auf die einzelnen Bestandteile (Kalium, Phosphor, Calcium, Natrium, Vitamine und die Verhältnisse untereinander) hin angesehen und dann begonnen, diese Nahrung über diverse Online-Shops zu bestellen“, erzählt die besorgte Katzenmama. Die Beschäftigung mit Ernährung hatte nicht nur Auswirkungen auf die Futtermittel ihrer Katzen, sondern auch auf Carmen selbst. „Als ich begann zum Thema Tiernahrung zu recherchieren, machte ich mir auch mehr Gedanken zu meinem Essverhalten – seither esse ich keine Fertigprodukte mehr“, schmunzelt die belesene Katzenbesitzerin. Carmens Wandel ist nicht verwunderlich. Studien zufolge beeinflusst das Wissen über Nahrungsmittel die eigene Einstellung, was auf den Tisch kommt – bei Tierbesitzern betrifft das nicht nur sie selbst, sondern auch die Futterwahl fürs Haustier.

Kommerzielles Fertigfutter wegen eigener Überzeugung und Bequemlichkeit

Carmen füttert keine ganzen Beutetiere (wie z.B. Mäuse und Küken) oder BARF (Rohfleisch mit Anreicherung von Knochenmehl, Vitaminen, Öle etc.). „Ich finde, dass dies sicher die beste Fütterungsart wäre, da es der natürlichen Ernährung am nächsten kommt. Allerdings musste ich für mich abwägen, was für mich noch tragbar ist. Ehrlich gesagt schaffe ich es nicht, in meinem Gefrierfach tote Mäuse und Küken einzufrieren. Ich bewundere Menschen, die das hinkriegen. Ich kaufe ab und an rohes Fleisch und sie bekommen einen Happen davon, aber fürs Barfen reicht das nicht“, gibt sie zu. Carmen hat sich für hochwertige Nassfuttermittel als Alternative entschieden. Die einfache Lagerung, lange Haltbarkeit und die bequeme Verfügbarkeit waren für sie weitere Gründe für die Wahl des Fertigfutters. „Den Großteil des Futters bestelle ich online, weil es im Handel viele Futtermarken gar nicht gibt. Außerdem freue ich mich, wenn mir der Paketdienst die schweren Futterdosen liefert und ich sie nicht heim schleppen muss“, berichtet die leidenschaftliche Online-Shopperin.

Neben der Einstellung, was für das Haustier gesund ist beeinflussen also auch die eigenen Vorlieben, der Aufwand für die Herstellung, die Lagerung und der Preis den Tierbesitzer in der Entscheidung, welches Futter gekauft wird. Das letzte Wort haben bei Carmen aber dann doch die Katzen selbst, denn die müssen das Futter ja schließlich auch fressen.

Liste über Futtersorten hilft bei der Wahl des perfekten Katzenfutters

Carmen beobachtet ihre Gourmetschmecker, wie ihnen die jeweilige Futtersorte schmeckt. „Ich führe sogar eine Liste, wo ich meine Einträge seit der Futterumstellung sehr gewissenhaft mache“, erzählt die Katzenbesitzerin. „Wenn ich ein neues Futter teste, schaue ich mir die Etikette gut an und trage die Inhaltsstoffe in die Liste ein, damit ich das Futter für mich auswerten kann“, berichtet die erfahrene Katzenfutter-Expertin.

„Da meine beiden Tiger leider sehr heikel sind und nur Huhn fressen, habe ich insgesamt nicht viel Auswahl. Ich füttere dennoch verschiedene Marken, weil meiner Meinung nach jede Marke ihre ‚Fehler’ in der Zusammensetzung hat. Eine Variabilität an verschiedenen Futtermitteln kann diese etwas ausgleichen, damit es nicht einseitig wird. Ich möchte ja auch nicht täglich Wiener Schnitzel essen“, gibt die Katzenbesitzerin zu bedenken. „Es passiert, dass ihnen eine Marke ein halbes Jahr lang schmeckt und dann rühren die Tiger das Futter plötzlich nicht mehr an“, schmunzelt die Samtpfoten-Liebhaberin. Außerdem spielt auch die Verträglichkeit des Futters eine Rolle in der Wahl der Futtersorte: „Von manchen bekommen meine Katzen z.B. leichter Durchfall bis hin zu Erbrechen“, berichtet Carmen.

Fazit: Was die Katze frisst entscheidet der Mensch!

Abschließend kann also gesagt werden, dass sich jeder Tierbesitzer selbst bewusst entscheiden sollte, was er seinem Haustier füttert. Ein kritischer Blick auf Futter-Empfehlungen anderer ist nie verkehrt. Schlussendlich muss jeder den Napf seines Haustieres selbst füllen und damit zufrieden sein. „Ich hoffe, dass ich durch die gesunde Fütterung meinen Katzen ein längeres Leben beschere“, endet Carmen.

Wir danken Carmen für ihre privaten Einblicke zur Futterwahl und wünschen ihren Katzen Paolito und Willow ein gesundes, langes Leben.

Wer auch gerne der grinzoo-Redaktion für ein Interview zur Verfügung stehen möchte, kann sich unter „grinzoo sucht dich und dein Haustier“ melden. Wir freuen uns auf dich und deine Tierstory!

Fotos: privat

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