Igel für Zuhause


27 November 2017 | Tierisch gemischt

Afrikanische Weißbauchigel als Haustier

Als exotisches Haustier hat sich der Afrikanische Weißbauchigel in die Herzen vieler Menschen geschlichen. Über Amerika haben sie den Weg auch in deutsche und österreichische Haushalte gefunden und werden ein immer beliebteres Heimtier. Mit europäischen Igeln sind die Exoten aber nur bedingt vergleichbar. Einige Unterschiede machen den Weißbauchigel zu etwas ganz Besonderem. Zum Beispiel hat der Weißbauchigel als einzige Igelart nur vier Zehen an den Hinterbeinen.

Besonderheiten des Afrikanischen Weißbauchigels

Afrikanische Weißbauchigel sind mit 15 bis 25 cm Länge und 250 bis 600g Gewicht etwas kleiner als unsere heimischen Igel. Sie sind zwar genauso dämmerungs- und nachtaktiv, halten aber im Gegensatz zu den europäischen Igeln keinen Winterschlaf. Weißbauchigel gelten zwar genauso als Einzelgänger wie die europäischen Igel, eine Paar- und Gruppenhaltung wird aber dennoch öfter versucht und funktioniert laut Berichten von Igelbesitzern sehr gut. Ein Weißbauchigel kann bei einem Züchter um mindestens 100 Euro erworben und etwa ab der 8. Lebenswoche ins neue Zuhause umziehen. Mit einem Alter von rund 3 bis 5 Monaten macht der Igel einen Stachelwechsel durch (das sogenannte „Quilling“), bei dem er die Babystacheln verliert und festere Stacheln bekommt. Die Lebenserwartung beträgt bei guter Pflege bis zu 8 Jahren.

Haltung von Weißbauchigeln

Die Haltung von Weißbauchigeln ist nicht weniger zeit- und arbeitsaufwendig wie bei einem anderen Haustier. Zum Grundnahrungsmittel sollte neben Katzentrockenfutter unbedingt auch eine Kost aus Insekten und Fleisch gehören.

Igel sind sehr bewegungsfreudig und legen bei der Nahrungssuche in freier Wildbahn pro Nacht mehrere Kilometer zurück. Ein großes Terrarium und viel Auslauf ist also Pflicht für die Haltung der quirligen Stachelträger.

Neben ausreichend Platz ist auch wechselndes Spielzeug und Beschäftigungsmaterial notwendig, um diesen Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.

Mit Laub, Steinen und Rindenstücken kann ihr Lebensraum gestaltet werden – dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass Bakterien und andere ungewollte Passagiere abgetötet werden. Dies kann durch Hitze- und/oder Kälteaussetzung des Sammelguts in Gefrierfach bzw. Backrohr erreicht werden.

 

Igel als handzahme, kleine stachelige Freunde

Weißbauchigel können sehr zahm werden, der Mensch muss sich aber auf die Eigenheiten der jeweiligen Igel-Persönlichkeit einlassen. Die Stacheln des Igels sind natürlich stachelig und ein Igel schon deswegen nicht als Kuscheltier geeignet. Hochnehmen, Halten und Streicheln funktioniert aber dennoch mit etwas Übung. Der Mensch lernt das Tier richtig zu halten, ohne sich zu pieken. Wenn dem Igel etwas nicht recht ist, kann er auch fauchen und beißen. Erschreckt sich der Igel, kugelt er sich ein. Als kleiner stacheliger Ball ist er am besten geschützt.

Für wen ist ein Weißbauchigel das perfekte Haustier?

Ein Weißbauchigel als Haustier eignet sich für Menschen, die

  • genauso wie die Vierbeiner Nachteulen sind
  • ihre Haustiere gerne beobachten
  • dem Haustier ein großes Terrarium bieten können
  • dem Igel viel Platz für Entdeckungstouren geben
  • sich nicht ekeln, regelmäßig Insekten zu füttern

Hast auch du einen Weißbauchigel als Haustier? Wir freuen uns über Fotos und Erfahrungsberichte per Mail an redaktion@grinzoo.com und fügen diese gerne diesem Artikel an. Nur Igelbesitzer wissen wie das Leben mit ihnen ist – lasst andere daran teilhaben! Wir sind schon auf euch und eure stacheligen Freunde gespannt!

 

Vielen Dank an Jenny D.!

 

Vielen Dank an Denise H.!

 

Vielen Dank an Sabrina E.!

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