Die 5 verrücktesten Tiersportarten


18 September 2017 | Tierisch gemischt

Bei verrückten Tiersportarten denken die meisten vermutlich gleich an die Amerikaner und ihre skurrilen Ideen, wie surfende Hunde und Froschweitsprung oder an die Asiaten und ihre Hahnenkämpfe. Natürlich gibt es andernorts für uns besonders komisch erscheinende tierische Wettkämpfe, doch auch bei uns im deutschsprachigen Raum gibt es wirklich außergewöhnliche Disziplinen. grinzoo zeigt euch die 5 verrücktesten Tiersportarten weltweit:

Platz 5 - Geflügel-Sport: Wettkrähen
Beim Wettkrähen können sich ausgewählte Hähne duellieren. Dabei wird in verschiedenen Disziplinen die Häufigkeit, die Dauer oder auch die Güte des Krähens gemessen. Diese komische Freizeitsportart ist aber nicht in einem fernen Land beheimatet, sondern in Teilen Belgiens, den Niederlanden und Deutschland verbreitet. Der Bergische Kräher ist etwa eine deutsche Hühnerrasse, die in der „Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen“ angeführt ist und sich besonders für diese Sportart eignen. Wieso diese Rasse und Sportart eher unbekannt und vom Aussterben bedroht ist, könnte daran liegen, dass niemand gerne früh morgens von einem Kräh-Meister geweckt werden möchte.
 
Platz 4 – Gewichtziehende Hunde
Bei der Zughundesportart „Weight pull“ zieht der Hund einen mit Gewichten beladenen Wettkampfwagen über eine kurze, festgelegte Distanz in einer bestimmten Zeit. Kann der Hund das aufgeladene Gewicht nicht ziehen oder braucht länger als die geforderte Maximalzeit, scheidet er aus. Dabei achten Richter besonders darauf, dass der Hund nicht mit Druck zum Ziehen der Last gezwungen wird oder sich selbst übernimmt. Der Sieger ist jener Hund, der am meisten Gewicht in der kürzesten Zeit ziehen kann. Dieser Sport wird in Deutschland bereits seit den 90er Jahren betrieben. Es sind grundsätzlich alle Hunderassen für diese Sportart zugelassen. Ob dies jedoch für einen Chihuahua das Richtige ist, sollte der Hundebesitzer besser nochmals überdenken.
 
Platz 3 - Kuhkämpfe in der Schweiz 
Wer bei kämpfenden Rindern sofort an die grausamen Stierkämpfe in Spanien denkt, hat noch nichts von dem Schweizer Brauch „Ringkuhkämpfe“ gehört: Im Wallis, in der Waadt, Savoie, Haute-Savoie und im Aostatal gibt es alljährlich Kuhkämpfe. Bei diesem Brauchtum werden die Kühe und Färsen in einer großen Arena beim Alpauf- und Alpabtrieb zusammengetrieben. Treiber kontrollieren die Kämpfe der Kühe und Richter vergeben in den Kämpfen Minus- und Pluspunkte. Eine Kuh hat verloren, wenn sie von einer andern zurückweicht oder weggestoßen wird. Am Ende steht eine Siegerkuh fest, die den Alpaufzug anführen darf.
Es wird argumentiert, dass diese Kämpfe ein natürliches Verhalten der Kühe darstellen. Da die Rinder unterschiedlicher Bauern auf eine gemeinsame Alpweide getrieben werden, müssen sie die Rangordnung neu klären. Außerdem sollen diese Rangkämpfe unblutig und ohne Verletzungen ausgehen. 
 
Diese Veranstaltungen sind auf alle Fälle zumindest für die Besucher ein großer Spaß. Schaulustige könne die Kämpfe verfolgen und sich am Festareal vergnügen. 
 
Platz 2 - Surfende Hunde in den USA 
Ja, Hunde steigen in Kalifornien auf ein Surfbrett und duellieren sich bei Surf-Wettbewerben – genauso wie die menschlichen „Surferboys and –girls“. Ausgestattet mit Rettungswesten treten Schäferhund, Pudel, Terrier und Co in verschiedenen Gewichtsklassen bei Turnieren, wie etwa beim Surf City Surf Dog Contest in San Diego, dem weltgrößten Surfwettbewerb für Tiere an. Der Siegerhund ist jener, der sich am längsten auf dem Brett halten kann und die beste Figur macht. Ob solche Events bald schon auch an der heimischen Nord- und Ostsee stattfinden werden, bleibt abzuwarten.
 
Platz 1 - Frettchen in der Hose
Die vielleicht bizarrste Tiersportart überhaupt, ist das sogenannte „Ferret-Legging“ in England und Schottland. Der Legende nach entstand diese „Sportart“ als Mutprobe. Dabei wird ein lebendes Frettchen (wichtig: mit intaktem Gebiss) in die Hose des Wettstreiters gesteckt und diese dann oben und unten zugebunden. Der Gewinner ist der, der das Frettchen am längsten in seiner Hose erträgt. Erfreulicherweise ist diese Sportart mittlerweile am Aussterben. Ob es daran liegt, dass die Rekordzeit beim „Ferret-Legging“ mittlerweile 5 Stunden beträgt und schwer zu toppen ist oder doch die Vernunft gesiegt hat, bleibt ungewiss.
 
Wie man sieht sind Menschen in Bezug auf Sportarten „mit“ Tieren äußerst kreativ. Leider werden solche Tiersportarten oft auf Kosten der Tiere gemacht und dienen lediglich der Belustigung der Menschen. Schön, dass in den letzten Jahren immer mehr Aktivitäten Freude finden, die auch den Tieren Spaß zu machen scheinen. Aber auch dort kann schnell aus Spaß bitterer Ernst werden. Jede Sportart braucht Richtlinien und Richter, die kontrollieren, dass alles mit rechten Dingen zugeht – und das besonders zum Wohl der Tiere. 
 
Welche ausgefallene Sportart machst du mit deinem Haustier? Die grinzoo-Redaktion freut sich auf deinen Kommentar!
 

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