Degu-Mama aus Leidenschaft!


11 Juni 2018 | Nagetiere

grinzoo-Userin Nicole ist mit Leib und Seele Degu-Mama. Bei der 26jährigen Tierliebhaberin aus Köln/Düsseldorf wohnen die vier Degus Daisy, Mona, Nala und Theoline. Nicole erzählt, wie sie Degu-Mama wurde:


Daisy müsste jetzt gut 6 oder 7 Jahre alt sein. Das ist für einen Degu schon ein stattliches Alter. Doch eingerostet ist sie deswegen noch lange nicht. Doch wie kam ich zu Daisy?

Daisy kam im Sommer vor 3 Jahren zu mir. Ich war damals oft bei einer Freundin und sie ist zum Rauchen immer auf den Speicher gegangen. Dort stand auch ein Käfig mit zwei Degus. Total abgeschieden und nur in Gesellschaft, wenn man rauchen wollte. Minnie und Daisy hießen sie und ich war direkt verliebt in die zwei. Ich hatte schon immer Tiere und für mich stand direkt fest, dass ich wieder welche haben wollte, nur wusste ich da noch nicht, was für Tiere es werden sollten. 

Wie das Schicksal es wollte, hat sie sich von ihrem Freund getrennt und sie musste ausziehen. Für die Tiere war bei ihr dann in der neuen Wohnung kein Platz mehr. Also nahm ich sie. Natürlich hatte ich keine Ahnung von Degu-Haltung und so musste ich mich erstmal informieren und mir alles selber beibringen. 

Die zwei lebten sich bei mir gut ein und wurden mit der Zeit immer zutraulicher. Doch eines Abends war ich unachtsam und Minnie entwischte aus dem Zimmer und fiel 10m in die Tiefe. Ich bin sofort mit ihr in die Klinik gefahren. Sie hatte mehrere Brüche und innere Blutungen. Die Brüche hatte der Tierarzt versucht zu korrigieren, doch gegen innere Blutungen war er machtlos. Ich entschied mich sie einschläfern zu lassen. Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht und ich habe bitterlich geweint. Bis zu ihrem letzten Atemzug war ich bei ihr und hielt sie fest.

Dann gab es nur noch Daisy. Degus sind soziale Tiere und brauchen mindestens einen Partner. Also schaute ich in dem örtlichen Tierheim, ob sie zur Zeit Degus haben, jedoch fand ich keine und so griff ich auf eBay Kleinanzeigen zurück. Die Anzeige die ich fand, war von einem Mann der eine Vierer-Gruppe übernommen und auf einmal ungewollt Nachwuchs hatte. Ich rief dort an und er sagte wir könnten sofort vorbeikommen.
Zum Glück für die zwei Degus, die ich nahm, denn der Käfig war vollkommen überfüllt und überhaupt nicht artgerecht.

Ich taufte die beiden Neuen auf den Namen Mona und Nala. Leider machte ich bei der Vergesellschaftung einige Fehler, sodass sich Mona, Nala und Daisy bis heute nicht ausstehen können. Treffen sie einmal auf einander, so fliegen direkt die Fetzen. So kommt es auch, dass Mona nur noch einen halben Schwanz hat und einen Riss im Ohr.

Vielleicht war Daisy damals noch nicht bereit dazu, wieder einen neuen Partner zu akzeptieren oder die neuen Artgenossen auch einfach viel zu jung für sie. 
Daraufhin gab ich das Projekt, Daisy wieder in eine Gruppe zu integrieren, auf. Mona und Nala kamen in einen extra Käfig, sodass sie sich hören konnten und Daisy wusste, dass sie nicht allein ist. Daisy wurde daraufhin richtig zutraulich. Man konnte sie streicheln und sie entspannte sich. Sie zeigte dann auch wo sie gerne gekrault werden wollte.

Eines Tages durchforstete ich aus Neugierde diverse Tierheimseiten und fand im Oldenburger Tierheim eine einsame Degu-Dame. Sie hieß Theoline und ihr Partner war vor kurzem verstorben. Ich verliebte mich direkt in sie und so machte ich mich auf dem darauffolgenden Sonntag auf den Weg in das 3 Stunden entfernten Oldenburg. Als ich dort ankam, wartete man schon auf mich. Während ich das Formelle klärte, fing ein Pfleger Theoline ein. Im Anschluss ging es wieder Richtung Heimat. Also wieder 3 Stunden zurück.

Daheim angekommen kam sie erst einmal in einen viel zu kleinen Käfig. Sie sollte sich erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen und sie sollte später auch mit Daisy in einem Käfig sitzen. Diesmal ging ich die Vergesellschaftung anders an und es funktionierte. Heute sind die beiden ein Herz und eine Seele und vermissen sich, wenn ich mit einer von ihnen mal zum Arzt muss.  

Wie ihr erfahren habt, hatte es Daisy nicht ganz so leicht, aber sie hat mit Theoline ihr Glück gefunden. Obwohl Daisy Zahnprobleme hat und Theoline blind ist, geht es ihnen gut in ihrem Zweierteam. Ich hoffe euch hat die kleine Geschichte gefallen. Daisy ist mein Dobermann, mein Stehaufmännchen und meine Zaubermaus, die ich nie wieder hergeben würde.

Wir danken Nicole für ihre schöne Geschichte mit Happy End und wünschen ihr und ihren tierischen Familienmitgliedern weiterhin Alles Gute! Möchtest du mehr von Nicoles Leben mit ihren Degus erfahren? Dann folge doch ihren Tierstories in der grinzoo – my social pet app unter dem Namen Blonbury.

Hast du auch eine interessante Tierstory? Dann melde dich doch einfach bei unserer grinzoo-Redaktion als Interviewpartner. Wir freuen uns auf dein Mail an redaktion@grinzoo.com.

Fotos: Nicole R.

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