5 Persönlichkeits-Merkmale bei Katzen


05 März 2018 | Katze

Wie tickt deine Katze? Ist sie extrovertiert oder schüchtern? Impulsiv oder zurückhaltend? Gierig, eifersüchtig oder verspielt?

Jedes Tier hat eine eigene Persönlichkeit bzw. Charakter, genauso wie wir Menschen. Diese Aussage wurde früher oft als Falsch dargestellt. Heutzutage gibt es mittlerweile einiges an Literatur, die bestätigt, dass auch Schimpansen, Hunde, Tauben, Mäuse und sogar Spinnen eine individuelle Persönlichkeit haben. Diese Persönlichkeit kann in mehreren Persönlichkeitsmerkmalen aufgeschlüsselt werden, die unterschiedlich stark oder schwach ausgeprägt sind. Dieses Wissen über die jeweilige Persönlichkeit jedes individuellen Tieres ist wichtig, um ihre Haltung bestmöglich zu optimieren und auf Problemverhalten einzugehen.

Persönlichkeitsmerkmale bei Stubentigern unterschiedlich stark ausgeprägt!

Beim Menschen wird die Persönlichkeit nach Psychologen in die „Big Five“ der großen Persönlichkeitsmerkmale eingeteilt. Diese sind Aufgeschlossenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion (Geselligkeit), Verträglichkeit (Rücksichtnahme, Kooperationsbereitschaft und Empathie) sowie Neurotizismus (emotionale Labilität und Verletzlichkeit). Diese Persönlichkeitsfaktoren sind von Mensch zu Mensch verschieden stark ausgeprägt und tendieren in die eine oder andere Richtung. Genauso ist auch bei Katzen die Persönlichkeit unterschiedlich und wird in sehr ähnlichen Persönlichkeitsfaktoren wie beim Menschen aufgeteilt.

5 Persönlichkeitsfaktoren bei Katzen

1. Neurotizismus: scheu, unsicher, mutig, frech

2. Extraversion: schwerfällig, ziellos, aufgeweckt, neugierig

3. Dominanz: unterwürfig, freundlich, dominant, aggressiv

4. Impulsivität: zurückhaltend, ruhig, sprunghaft, draufgängerisch

5. Verträglichkeit: nervös, aggressive, kooperativ, freundlich

Wissen über die Persönlichkeit erleichtert Zusammenleben mit Katze!

Katzenbesitzer können durch Wissen über die jeweilige Persönlichkeit ihrer Katze das Zusammenleben mit der Katze optimal anpassen. Beschäftigungsgegenstände, andere Katzen im Haushalt und Strategien für Gesundheit und Wohlbefinden können so individuell auf die jeweilige Katzenpersönlichkeit optimiert werden.

1. Neurotizismus: scheu, unsicher <-> mutig, frech

Katzen mit hohen Werten in Neurotizismus haben andere Ansprüche an ihre Umwelt, als jene mit niedrigen Werten. Jene mit einer scheuen Persönlichkeit sind leicht gestresst und profitieren von zusätzlichen Versteckmöglichkeiten und einer ruhigen Umgebung. Katzen mit Freigang besitzen ein erhöhtes Risiko an einem Unfalltod zu sterben, als reine Stubentiger. Freche und mutige Katzen sind damit vermutlich auch wagemutiger und gefährdeter beim Freigang zu verunglücken.

2. Extraversion: schwerfällig, ziellos <-> aufgeweckt, neugierig

Für Katzen mit hohen Werten für Extraversion kann mehr Beschäftigungsmaterial (z.B. Intelligenzspielzeug, andere Katzen, extra Streicheleinheiten usw.) helfen, um Langeweile zu vermeiden. Bei Tieren mit einem niedrigen Wert in Extraversion sollte unbedingt abgeklärt werden, ob Gesundheitsprobleme vorliegen und die Katze deshalb so zurückhaltend ist oder ob es einfach sein natürliches Naturell ist.

3. Dominanz: unterwürfig, freundlich <-> dominant, aggressiv

Besonders, wenn extrem dominante Katzen im Haushalt sind, sollte darauf geachtet werden, dass sie andere nicht tyrannisieren und so Stress, Aggressionen und Verletzungen verursachen. Es wird vermutet, dass auch ein Mangel an dem Bindungshormon Oxytocin für besonders grobe, dominante Katzen verantwortlich ist. Deshalb sollte auch bei einer ausgeprägten Dominanz ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

4. Impulsivität: zurückhaltend, ruhig <-> sprunghaft, draufgängerisch

Impulsive Katzen können in einer stressreichen Umgebung zu Verhaltensauffälligkeiten neigen und mit Stubenunreinheit, Aggressivität etc. reagieren. Katzen mit einer ruhigen Persönlichkeit genießen ein routiniertes Leben ohne Hektik und vielen Änderungen in den Lebensumständen.

5. Verträglichkeit: nervös,aggressiv <-> kooperativ, freundlich

Bei extrem nervösen und aggressiven Katzen sollten Fehler in der Sozialisierung, Frustration und Schmerzen oder Krankheit im Betracht gezogen werden.

Abschließend kann also gesagt werden, dass bei allen extremen Katzen-Persönlichkeiten immer abgeklärt werden, ob ein Gesundheitsproblem die Katze in ihrem Verhalten beeinflusst.

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